Steine

Protokoll der Generalversammlung VAPL vom 7. Mai 2026
im Stadtsaal Zofingen

Anwesend: 150 Personen
Entschuldigt:          mehrere Mitglieder des VAPL                                                   
Gäste:                   Lukas Fankhauser, Stadtrat Zofingen
                            Colette Basler, Präsidentin BA (Bildung Aargau)

Traktanden:      
       1. Begrüssung der Anwesenden, Lied (ein heller Morgen) 
                            Begrüssung Stadt Zofingen, Stadtrat Lukas Fankhauser
                            Grusswort Bildung Aargau, Colette Basler

  1. Protokoll der GV 2025 vom 8. Mai 2025 in Solothurn (ist auf www.vapl.ch zu lesen)
  2. Jahresbericht des Präsidiums (Lied s`chrücht es Schneggli)
  3. Ehrung der Verstorbenen, Lied (alles ist eitel)
  4. Jahresrechnung und Mitgliederbeitrag
  5. Anträge
  6. Ausblick 2027 (Baden), Lied (Meiteli, wenn dü witt go tanze)
  7. ANG, Aargauer Naturforschende Gesellschaft sucht Unterstützung für ihr Schulteam
  8. Verschiedenes und Umfrage
  9. Infos Tagesablauf, Schlusslied (Zoge am Boge)
                      

Traktandum 1         Begrüssung
Co Präsident Roland Delz begrüsst die Gäste Colette Basler, Stadtrat Lukas Fankhauser sowie die anwesenden VAPL-Mitglieder.
Co Präsidentin Brigitte Werder dankt der Stadt Zofingen für die grosszügige Spende des Apéros.

     
Begrüssung von Stadtrat Lukas Fankhauser:

Stadtrat Lukas Fankhauser begrüsst die Anwesenden als Vertreter der Stadt Zofingen und als Leiter des Ressorts Bildung.

Er beschreibt Zofingen als lebendigen und wachsenden Bildungsstandort. Dieses Wachstum stehe für Entwicklung, Dynamik und Zukunftsperspektiven, bringe aber auch neue Herausforderungen mit sich: steigende Kinderzahlen, zusätzliche Klassen und höhere Anforderungen an die Schulen. Zurzeit besuchen rund 1'700 Kinder die Volksschule in Zofingen. Zusammen mit der Heilpädagogischen Schule, der Berufsfachschule, der Fachmittelschule und der Kantonsschule zählt Zofingen insgesamt rund 3'500 Schülerinnen und Schüler.

Eine zentrale Aufgabe sei die Schulraumplanung. Ziel sei es, qualitativ hochwertige Lernorte zu schaffen, an denen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen wohlfühlen und optimale Bedingungen für das Lernen vorfinden.

Als weitere grosse Herausforderung nennt er den Fachkräftemangel. Während früher vor allem die Gestaltung eines guten Unterrichts im Mittelpunkt gestanden habe, werde es heute zunehmend schwieriger, qualifizierte Lehrpersonen zu gewinnen. Die integrative Schule sowie die Förderklassen Plus stellten alle Beteiligten vor komplexe Anforderungen und erforderten kreative sowie nachhaltige Lösungen. Dabei blieben wichtige Fragen offen: Stehen genügend Ressourcen zur Verfügung? Wie lässt sich eine ausgewogene Balance zwischen Integration und gezielter Förderung finden?

Neben diesen anspruchsvollen Themen gebe es auch viele erfreuliche und berührende Momente. In Zofingen engagiere sich ein motiviertes Lehrerteam mit grosser Freude und viel Herzblut für die Bildung der Kinder. Besonders auf der Unterstufe beeindruckten die Schülerinnen und Schüler durch ihre Neugier und ihre Begeisterung für das Lernen.

Zum Abschluss dankt Lukas Fankhauser den pensionierten Lehrpersonen herzlich für ihren langjährigen und engagierten Einsatz.

Grusswort von Bildung Aargau, Colette Basler

Colette Basler eröffnet ihr Grusswort mit einer persönlichen Erinnerung an ihre Schulzeit. Sie erzählt von einem prägenden Jugenderlebnis im Zusammenhang mit dem Lied «Ein heller Morgen». Anschliessend leitet sie zu ihrer politischen Rede über.

Sie beschreibt die politische Arbeit derzeit als besonders anspruchsvoll. Statt «Hellebarden zu schwingen» sollten gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Sorge füreinander im Vordergrund stehen.

Als Beispiel nennt sie die jüngste Entscheidung, Lehrpersonen den halben freien Tag am 1. Mai zu streichen. Die Begründung, es handle sich um eine «Bevorzugung des Staatspersonals», bezeichnet sie als wenig nachvollziehbar. Diese Argumentation beruhe eher auf Neid als auf Anerkennung. Dabei stehe der Kanton Aargau finanziell derzeit sehr gut da. Die eingesparten Mittel kämen jedoch vor allem Steuersenkungen zugute, während Pflegepersonal und Lehrpersonen weiterhin auf bessere Arbeitsbedingungen hofften.

Colette Basler betont, dass die Herausforderungen im Bildungswesen gross seien, die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen jedoch fehlten. Konzepte und Projekte zur Verbesserung der Situation an den Schulen lägen vor, für deren Umsetzung brauche es aber ausreichende Unterstützung durch den Kanton. Verbesserungen in der Bildung seien nicht zum Nulltarif zu haben.

Deshalb sei die Initiative «Bildungsqualität sichern – jetzt!» von zentraler Bedeutung. Die Herausforderungen der heutigen Zeit könnten nur gemeinsam bewältigt werden.

In diesem Zusammenhang zitiert sie ein Sokrates zugeschriebenes Wort, in dem die Jugend als respektlos und undiszipliniert beschrieben wird. Schon damals habe man den Eindruck gehabt, die Jugend stehe vor dem Abgrund.

Was lehrt uns die Geschichte? Populismus und autoritäre Tendenzen seien auch heute wieder auf dem Vormarsch. Deshalb brauche es Kompetenzen, die künstliche Intelligenz nicht ersetzen könne: miteinander sprechen, konstruktiv streiten und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Mit «Grips statt Hellebarden» ruft Colette Basler dazu auf, sich aktiv für die eigenen Anliegen einzusetzen und an der Abstimmung zur Bildungsinitiative teilzunehmen. Jede Stimme zähle.

Als Vicepräsidentin des Aargauer Bauernverbands zeigt sie sich überzeugt: «Was die Bauern können, können wir auch».

Zum Schluss überbringt sie die Grüsse von Bildung Aargau, dankt allen für ihr grosses Engagement und wünscht den Anwesenden einen unterhaltsamen und schönen Tag.
    
                                                                                                                                

Traktandum 2:        Protokoll
Brigitte Werder erinnert an die wichtigsten Punkte des Protokolls der Generalversammlung vom 8.Mai 2025 in Solothurn.
Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

Traktandum 3:        Jahresbericht des Co-Präsidenten VAPL
Roland Delz gibt einen Überblick über die Schwerpunkte der Vorstandsarbeit im vergangenen Jahr. Dazu zählen unter anderem der Besuch bei Bildung Aargau, die Teilnahme an deren Delegiertenversammlung sowie der Austausch mit der Aargauer Naturforschenden Gesellschaft.

Anhand der Essenswünsche der Teilnehmenden an der Generalversammlung schildert er augenzwinkernd die vielfältigen organisatorischen Aufgaben des Vorstands.
Anschliessend erläutert er humorvoll die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Im Zusammenhang mit dem Gesuch an die Stadt Zofingen um einen Beitrag an den Apéro verfasste er folgendes Gedicht:

                               Sparen, sparen, nichts als Schulden
                               heute Franken, früher Gulden,
                               denn es fehlt im grossen Ganzen
                               überall an den Finanzen.

                               Doch wer weiss, Herr Niklaus Thut
                               überrascht mit seinem Mut -
                               und ein Geldstück hart und rund
                               steckt nebst Bannertuch im Mund.

                               Würd`der Batzen uns beschert
                               fühlten wir uns sehr geehrt -
                               in jedem Falle, kurz und gut:
                               ein dreifach Hoch auf Niklaus Thut!

Mit einem Hinweis auf einen Musik- und Turnkurs aus dem Weiterbildungsangebot der Pädagogischen Hochschule leitet Roland Delz zur Choreografie des Liedes «S`chrücht es Schneggli» über.

Traktandum 4:       Ehrung der Verstorbenen
Wir gedenken der verstorbenen Mitglieder mit dem Lied: «Alles ist eitel».

Traktandum 5:  Jahresrechnung
Ruedi Anneler erläutert die aktuelle Finanzsituation des VAPL (siehe Anhang). In humorvoller Weise berichtet er von unterhaltsamen und weniger erfreulichen Telefonaten aus seiner Tätigkeit als Kassier.

Die Revisorin Susanne Köferli empfiehlt die Jahresrechnung zur Annahme.

Die Jahresrechnung wird genehmigt, und dem Vorstand wird Décharge erteilt.

Traktandum 6:        Anträge
Es sind keine Anträge eingegangen.      

Traktandum 7:        Ausblick 2027 (Baden)

Leo Blunschi informiert über die Generalversammlung 2027, die am 13. Mai im Trafo Baden stattfinden wird.

 

Anschliessend singen wir das Lied «Meiteli, wenn dü witt go tanze».

 

Traktandum 8:        ANG, Aargauer Naturforschende Gesellschaft sucht Unterstützung für ihr   Schulteam
Alois Zwyssig und Robert van den Berg stellen die Aargauer Naturforschende Gesellschaft vor.

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, naturwissenschaftliche Kenntnisse zu fördern und die Freude an den reinen und angewandten Naturwissenschaften in der Bevölkerung zu wecken.

Für das Schulprojekt auf der Mittelstufe (4. bis 6. Klasse) sucht die ANG Unterstützung. Bei Schulbesuchen begleiten Freiwillige die Kinder beim Experimentieren und fördern naturwissenschaftliches Denken und Handeln. Der Einsatz umfasst drei Einheiten zu je zwei Lektionen an drei Tagen.

Anhand konkreter Beispiele und Bilder geben die Referenten Einblick in ihre Projekte.

 

Traktandum 9:      Verschiedenes und Umfrage

Es erfolgen keine Wortmeldungen.

 

Trakrandum 10:     Infos Tagesablauf
Ruth Andrist informiert über den weiteren Ablauf des Tages.

Zum Abschluss singen wir das Lied «Zoge am Boge».

Apéro und Mittagessen (Catering Services Migros)                                       


Kultureller Beitrag: Nach dem Mittagessen geniessen die Teilnehmenden die Spielplatzsatire
«wollen wir wippen» des Duos Hart auf Hart!

Bei verschiedenen Desserts klingt der Tag in lebhaften Gesprächen aus.

                                                                                                        

 

Gränichen: 15. Mai 2026                                                             

                                                                                                              Ruth Andrist, Aktuarin